Körper und Geist gehören zusammen und es ist auch längst kein Geheimnis mehr, dass Beschwerden oder Erkrankungen psychischer Natur sein können.

Gemeinsam mit Heilpraktikerin Andrea Mohr habe ich über mögliche psychosomatische Ursachen in der Frauengesundheit gesprochen. In diesem Beitrag erfährst du, was hinter deinen Symptomen stecken kann und warum eine ganzheitliche Sicht auf die Gesundheit so wichtig ist.

Die ganzheitliche Sicht auf unsere Gesundheit

In der Schulmedizin fehlt es oft an der nötigen ganzheitlichen Sicht auf den Körper. Und auch die Zeit in der ärztlichen Behandlung ist knapp bemessen. Was dabei leider oft zu kurz kommt, ist das Verständnis für das Zusammenspiel von Körper und Geist. Klar, eine Tablette zu schlucken, ist einfach. Doch wirklich hinter die Beschwerden zu blicken und die wahre Ursache für ein Symptom zu erkennen, ist wichtig. Genau deshalb bin ich auch ein Fan von der Traditionellen Chinesischen Medizin und der heilpraktischen Sicht. Gemeinsam mit Heilpraktikerin Andrea Mohr habe ich in meinem Podcast über verschiedene psychosomatische Ursachen in der Frauenheilkunde gesprochen.

Häufige Symptome der Psyche in der Frauenheilkunde

Menstruationsbeschwerden

Nichts ist so weiblich wie die Menstruation. Der Zyklus ist also unausweichlich an unser “Frausein” geknüpft. Schmerzhafte Regelblutungen sind keine Seltenheit bei vielen Frauen und einige Studien belegen, dass dies psychische Ursachen haben kann. Das ist erst einmal schwer zu akzeptieren, da viele Frauen eine wirkliche Leidensgeschichte mit sich tragen. Doch um wirklich dahinter zu blicken, ist eine ganzheitliche Sicht der Beschwerden und damit ein Verständnis für die eigene Psyche wichtig.

Frauen, die immer wieder eine schmerzhafte Periode erleben, sind oftmals in Thematiken verfangen, die ihr weibliches Wesen betreffen. Sei es das Ablehnen der eigenen Weiblichkeit, Scham- oder Schuldgefühle in Bezug auf den Kinderwunsch, eine Wut auf sich selbst oder das Ablehnen des gesellschaftlichen Frauenbildes. Der Körper lehnt sich gegen etwas auf, er möchte sich widersetzen – und das führt zu einem Krampf, den unsere Gebärmutter für uns austrägt.

Zysten

Es gibt viele verschiedene Arten von Zysten, die sich im Körper ansammeln können. Im weiblichen Körper gibt es zudem Zysten in der Gebärmutter, zum Beispiel Follikelzysten oder Endometriosezysten. Abgesehen von körperlichen Ursachen lassen sich hier ebenso psychosomatische Zusammenhänge bei der Zystenbildung erkennen.

Eine Zyste ist eine Ansammlung von Flüssigkeit, die der Körper in eine Kapsel hüllt. Diese lässt sich auch als “toxisches Seelenwasser” bezeichnen, welches nicht abtransportiert oder verarbeitet werden kann. Der Körper zeigt uns hier, dass er mit etwas nicht zurecht kommt: Unerfüllte Wünsche, unerreichte Ziele, Schuldgefühle und Ohnmacht sind einige Emotionen, die in der Zyste “eingesperrt” liegen. Die Zyste verkörpert also den Seelenballast, der sich angestaut hat und der gerade nicht bearbeitet werden kann. Erst der Schmerz führt dazu, dass wir dann genauer hinsehen.

Blasenentzündung

Viele Frauen klagen nach dem Sex über Blasenentzündung. Grund hierfür sind Erreger und Bakterien, die in den Harntrakt gelangen. Doch schauen wir genauer hin, erkennen wir auch hier einen Zusammenhang zur Psyche: Stress und eine Belastung der mentalen Gesundheit führen dazu, dass das Abwehrsystem heruntergefahren wird. Erreger haben es nun leichter, unserem Körper Schaden zuzufügen.

Beim Sex schwillt die Klitoris nicht nur an, um für einen Orgasmus zu sorgen, sondern verdeckt durch die Schwellung gleichzeitig die Harnröhre. Das dient als Schutzmechanismus, um den Harntrakt vor Bakterien abzuschirmen. Wenn wir allerdings Sex haben, ohne wirkliche Libido (wie es auch unter der Pilleneinnahme vermehrt der Fall ist), so schwillt die Klitoris weniger stark an und kann dann nicht als Bakterien-Schutzschild funktionieren. Die Folge ist eine Blasenentzündung, die sich mit Brennen beim Wasserlassen bemerkbar macht. Übertragen wir das auf die Psyche, so können wir uns hier auch fragen: Welcher emotionale Ballast entlädt sich da? Was macht uns angreifbar? Welche unerfüllten Bedürfnisse, im Sexualleben wie auch im Umfeld generell, haben wir?

Podcast Frauensache: Frauenbeschwerden und ihre mögliche psychosomatische Ursache

Was möchte uns der Körper mitteilen, wenn wir Beschwerden wie Blasenentzündung, Menstruationsbeschwerden oder unreine Haut bemerken? Gemeinsam mit Heilpraktikerin Andrea Mohr spreche ich in dieser Folge über einige Frauenbeschwerden und ihre möglichen psychosomatischen Ursachen. Viel Spaß bei der Folge!

Podcast Frauensache - Sina Oberle
Zur Folge

Schilddrüsenprobleme

Frauen haben viel häufiger Probleme mit der Schilddrüse als Männer. Blickt man hinter die Fassade, so ist das nicht ganz ungewöhnlich: Das Organ sitzt in unserem Hals Chakra, das für die Kommunikation steht. Schlucken wir oft Dinge herunter, vielleicht auch, weil die Gesellschaft es so erwartet und kommunizieren wir unsere Wünsche und Bedürfnisse nicht, so kann die mentale Last sich in Schilddrüsenproblemen äußern.

Vielleicht kennst du das typische Kloßgefühl im Hals. Auch das ist ein Anzeichen, dass uns etwas Unausgesprochenes belastet. Das kann die Unzufriedenheit im Job sein oder zum Beispiel Probleme in der Partnerschaft.

Unreine Haut

Die Haut ist ein Spiegel unseres Inneren. Natürlich hat die Ernährung und unser Lebensstil einen großen Einfluss auf das Hautbild – doch genauso macht sich auch unsere mentale Situation an unserer Haut bemerkbar.

Gerade in der Pubertät spielt Akne oft eine Rolle, die sich mit eitrigen Pickeln auf der jugendlichen Haut zeigt. Genauso wie die Gefühlswelt der pubertierenden Jugendlichen gerät die Haut aus der Balance und die impulsive Entwicklung ist von Außen zu sehen. Die Jugendlichen sind in einer Findungsphase zu sich selbst, sie entdecken sich Neu und können noch nicht mit ihrem wahren Ich hervortreten.

Vor allem bei Frauen, die lange und auch während der Pubertät die Pille eingenommen haben, zeigt sich dieses Symptom ganz besonders: Durch die Hormonzufuhr werden die körpereigenen Hormone unterdrückt, das eigene Wesen wird in einen Schleier gehüllt und kommt viele Jahre, bis wir die Pille absetzen, nicht zum Vorschein.

Auch Frauen in der Schwangerschaft oder in der Menopause zeigen ähnliche Symptome, da auch sie sich neu in ihrer Lage finden müssen. Die Haut ist außerdem ein Entgiftungsorgan: Selbst Emotionen wie ein schlechtes Gewissen entladen sich über die Haut und helfen unserer Seele, sich Ausdruck zu verleihen.

Eigentlich ein ziemlich cleveres System unseres Körpers, oder nicht? Belastet uns etwas mental oder sind wir nicht im Reinen mit uns selbst, so reagiert unser Körper darauf. Ein Alarmzeichen also, das wir nur erkennen und verstehen müssen. Die Sprache unseres Körpers ist ein mächtiges Werkzeug, mit welchem wir lernen können, umzugehen.

Bis bald,

deine Sina ♡